INNSBRUCK 2022
13 – 17 JUNE
Kletterzentrum
INNSBRUCK 2022
13 – 17 JUNE Kletterzentrum

Einblick in das Leben eines viel beschäftigten Studenten

Aus dem nichts heraus und ohne zu wissen was es ist, fragte der 8-jährige Harrison Campbell seinen Vater, ob sie denn nicht einmal klettern gehen könnten. Von diesem Zeitpunkt an, war der Klettersport nicht mehr aus dem Leben des Australiers wegzudenken.

Bei der FISU World University Championship Sport Climbing in Innsbruck erreichte Harrison mit einem starken 5. Platz im Lead-Bewerb seine bisher beste Leistung in einem internationalen Wettbewerb. Lange Zeit gehörte der Australier allerdings nicht zu denen, die regelmäßig an der sportlichen Spitze zu finden waren. Als der mittlerweile 24-Jährige seinen ersten Bewerb bestritt, musste er eine harte Niederlage einstecken. „Ich dachte, ich wäre ein sehr guter Kletterer. Bei meinen ersten Wettkämpfen belegte ich jedoch immer nur die letzten Plätze, was mich zutiefst frustrierte und doch unerwartet kam.“ Von da an wusste Harrison: Er will zu den Besten gehören. Diese Motivation ist für den Athleten immer noch der tägliche Antrieb für stundenlanges Trainings in der Kletterhalle in Melbourne verbringt, bei Klettercamps in Österreich ist und der Motor für viele internationale Wettkämpfe.

 

Volles Programm

 


Auch wenn Klettern der Fokus im Leben von Harrison ist, ist der Spitzensportler vielseitig beschäftigt. Neben der athletischen Tätigkeit macht der Australier seinen Bachelor of Arts an der University of Melbourne. Kürzlich hat er dort einen Major in French Studies angefangen. Wie er draufgekommen ist? Der Partner von Harrison, welcher übrigens auch klettert, ist Franzose. Für ihn fing der 24-Jährige daher in der Pandemie an Französisch zu lernen. Da er sehr viel Zeit dafür investiert hatte und er daran großen Gefallen gefunden hat, beschloss er die Sprache einfach auch zu studieren.

 

Doch dies ist nicht alles er in seiner Freizeit macht. „Ich mag es, wenn ich viel zu tun haben und gezwungen bin, mich gut zu strukturieren. Es macht mir Freude immer wieder neue Sachen zu machen und beschäftigt zu sein“, sagt der Part-Time Jobber, Student und Kletterer überzeugt, und trotzdem findet Harrison Zeit fürs Musizieren und für Videospiele.

 

Australia und Austria – gar nicht so ähnlich

 

Die Teilnahme an der FISU World Climbing University Championship in Innsbruck ist nicht der erste Besuch des Australiers in der alpinen Stadt. Innsbruck ist für ihn ein besonderer Ort. Wenn er hier ist, liegt der Fokus nur auf dem Klettern.

 

Seit einigen Jahren kommt das australische Team jährlich für einige Wochen ins Kletterzentrum Innsbruck, um intensiv zu trainieren, denn „im Gegensatz zu Australien ist das Kletterrouten-Niveau in Österreich viel anspruchsvoller“, behauptet Harrison. In Melbourne ist es für Kletter-Asse schwierig, herausfordernde Routen ausfindig zu machen. Daher müssen Top-Athleten dort ihre Routen selbst schrauben, was es äußerst schwierig gestaltet, an die eigenen Grenzen zu gehen und daran zu arbeiten. Zudem ist die Stadt Innsbruck ideal, um motivierte, kletterbegeisterte Leute zum Trainieren zu finden.

 

Kopfsache

 

Klettern ist eine Sportart, welche besonders mentale Konzentration von den Athleten verlangt. „Mein Kopf wird leer beim Klettern. Vor allem im Lead-Finale gelang es mir meine Gedanken auszuschalten und mich nur auf den Wettkampf zu konzentrieren“. Trotz diesem Erfolg möchte der Student mit Unterstützung des Teams in den nächsten Jahren an seinen mentalen Fähigkeiten arbeiten. Die Verbesserung der psychischen Gesundheit soll ihm helfen, seine Performance zu verstärken und somit in internationalen Meisterschaften noch weiter nach vorne zu kommen.

 

Auf die Frage, was denn seine größten Ziele und Hoffnungen für die Zukunft sind, antwortete Campbell Harrison mit einem breiten Lächeln im Gesicht „so lange und so viel wie möglich klettern“. Seit dem kindlichen Besuch in der Kletterhalle schien ihm dies gut gelungen zu sein.

OFFICIAL TRAILER

Innsbruck 2022 World University Championship Sport Climbing
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